duo pianoworte

 

 

 

 

Sprecher und Klavier – eine so einfache Besetzung in der vielfältigen Musiklandschaft von heute?

Das duo pianoworte zeigt seit vielen Jahren, wie spannend sich gesprochenes Wort mit Musik verbinden lässt.

1994 gründeten der Pianist Bernd-Christian Schulze und der Schauspieler Helmut Thiele ein Ensemble, für das es anfangs kaum etwas Aktuelles aufzuführen gab, denn nur wenige Komponisten hatten seit längerer Zeit Stücke für Sprecher und Klavier geschrieben. Dabei eignet sich diese Besetzung hervorragend für die heute so wichtige Vermittlung von Musik.

So begann das duo pianoworte mit Komponistinnen und Komponisten zusammenzuarbeiten, Ausgangspunkt war Francis Poulencs Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten. Es entstanden zahlreiche Stücke für Sprecher und Klavier mit dem Ziel, die kindliche Fantasie an die Ausdrucksmöglichkeiten der Musik heranzuführen.

Zur erfolgreichen Marke duo pianoworte trägt vieles bei, vor allem die klangliche Faszination des Flügelinnanraumes und der Einsatz von Schlagwerk. „Actiongeladene“ Momente sind ebenso zu erleben wie poesievolle Klangwelten. Auch die aktive Mitwirkung von Kindern und der Einsatz von multimedialen Mitteln spielen eine wichtige Rolle.

Das duo pianoworte erhielt” für seine CD-Veröffentlichungen 2002 den ECHO Klassik in der Kategorie „Klassik für Kinder“ und 2007 den Medienpreis LEOPOLD „Gute Musik für Kinder“.

Doch die Verbindung von Wort und Musik begeistert nicht nur Kinder. Für erwachsene Hörerinnen und Hörer entstand ein umfangreiches Repertoire, das mit humorvollen oder poetischen Texten eine Brücke zur zeitgenössischen Musik baut. Auch der Ursprung des Genres, das Konzertmelodram der Romantik, taucht mit seiner emotionalen Dramatik in den Programmen des duo pianoworte auf.

In Konzerten für Kinder oder Erwachsene, bei Workshops in Schulen sowie in Seminaren an Musikhochschulen und Universitäten steht für das duo pianoworte im Vordergrund:

Der lebendige Zugang zur Musik ist für alle eine Bereicherung! 

Helmut Thiele

 

(geb. 1951 in Wien), nach dem Schauspiel- und Gesangsstudium in Wien erstes Engagement am Landestheater Linz (1978). Es folgten 4 Jahre Coburg, 7 Jahre Osnabrück und 9 Jahre Schlosstheater Celle; seither freischaffend. Gastspiele u. a. am Stadttheater Bremen, am Staatstheater Kassel, in Den Haag, in Twer (GUS) und in Moskau. Moderation bei mehreren Familienkonzerten des Osnabrücker Symphonieorchesters. Freie Produktionen u. a. „Der Kontrabass“ (Süskind), „Geliebter Lügner“ (Kilty) und „Die kleine Komödie (Schnitzler).

Bernd-Christian Schulze

 

nach dem Klavierstudium an der Musikhochschule Hannover vielseitige Konzerttätigkeit als Kammermusiker und als Solist in Deutschland, Österreich und Japan, dabei auch zahlreiche Konzerte für Kinder. Seit vielen Jahren Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, zur Zeit auch ehrenamtlich tätig als Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates Niedersachsen.

   

 

Zum Programm in Minden

Die chinesische Nachtigall (1995)

Ein Märchen von Hans Chr. Andersen/Musik: Heinrich Gattermeyer

In einfacher, aber doch ausdrucksstarker Tonsprache voller Humor und Hintergründigkeit wird Andersens Märchen zu einem eindringlichen Hörerlebnis für Jung und Alt.

 

Wo die wilden Kerle wohnen (2004)

Text: Maurice Sendak/Musik: Stefan Esser

Das gleichnamige Bilderbuch mit dem Abenteuer vom kleinen Max und den wilden Kerlen ist wohl eines der bekanntesten Geschichten unserer Zeit für Kinder. Der Leverkusener Komponist Stefan Esser hat sie mit einer klangschönen und zugleich packenden Klaviermusik vertont. Etwas Besonderes ist die Beteiligung des jungen Publikums: Wenn die wilden Kerle ihr fürchterliches Brüllen brüllen oder ihre fürchterlichen Zähne fletschen, wenn schließlich sogar die Krachmacher auf die Bühne kommen, dann werden wirklich alle Kinder in die Handlung mit einbezogen und sind mit größter Spannung im wahrsten Sinne des Wortes bei der Sache „dabei"!