Tanja Becker-Bender

 

 

 

„Tanja Becker-Bender gelingen wunderbare Dinge, indem sie die Linien mit großer lyrischer Kraft und mit einem unglaublichen Sinn für Drama gestaltet.“

The Guardian

 

Tanja Becker-Bender gewann höchste Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben in Genf, Tokio, Houston, Gorizia und Genua. Sie konzertiert als Solistin unter Dirigenten wie Kurt Masur, Gerd Albrecht, Lothar Zagrosek, Uriel Segal, Fabio Luisi, Hartmut Haenchen, Hubert Soudant und Ken-Ichiro Kobayashi mit Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, Jerusalem Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Houston Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Konzerthausorchester Berlin und dem Wiener, dem Zürcher und dem Prager Kammerorchester sowie dem English Chamber Orchestra. Regelmäßig ist sie Gast bei internationalen Kammermusikfestivals.

 

Ihre jüngsten CDs bei Hyperion Records – Paganinis 24 Capricci, Erwin Schulhoffs und Bela Bartoks Werke für Violine und Klavier, Regers Violinkonzert, Respighis Werke für Violine und Klavier wurden von der internationalen Fachpresse mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht (Editor's Choice, Gramo­phone und Classic FM, CD des Monats, BBC Music Magazine und International Record Review, Stern des Monats, Fonoforum). Ein besonderes Anliegen ist ihr die Kommunikation Komponisten unserer Zeit, die zu Zusammenarbeit in Konzerten mit Peter Ruzicka, Cristóbal Halffter, Peteris Vasks und Michael Gielen sowie zu Uraufführungen von Alexander Goehr, Rolf Hempel und Benedict Mason führte. Für das aktuelle Jahr steht eine CD-Veröffentlichung der Hindemith-Sonaten mit Pianist Péter Nagy bevor, und neben bekanntem Repertoire sind Aufnahmen bzw. Aufführungen der Violinkon­zerte von Strauss, Busoni und Ligeti Schwerpunkte der Saison.  

Tanja Becker-Bender studierte bei den führenden Quartettmusikern der Welt, bei Wilhelm Melcher (Melos Quartett) in Stuttgart, bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) in Wien und bei Robert Mann (Juilliard String Quartet) in New York. Wichtige Impulse erhielt sie durch Eberhard Feltz und Ferenc Rados. Bereits 2006 erhielt sie einen Ruf als Professorin an die Hochschule für Musik Saar, seit 2009 ist sie in entsprechender Position an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig.

 

Zum Mindener Programm

Von Böhmen bis Budapest

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts besannen sich immer mehr Komponisten auf die Wurzeln ihres Heimatlandes und machten folkloristische Elemente zur Grundlage ihres kompositorischen Schaffens. Antonin Dvorak ist dabei der wohl bekannteste Vertreter seiner böhmischen Heimat – wobei er in seiner populären Sonatine op. 100 auch musikalische Eindrücke seines mehrjährigen Amerika-Aufenthalts verarbeitete. Sein Kompositions­schüler Josef Suk ging dagegen in seinen Vier Stücken op. 17 schon ganz eigene „tschechische“ Wege.  

Bela Bartok, Ungarns berühmtester Komponist des 20. Jahr­hun­derts, betrieb grundlegende Forschung zum Thema Volkslied in ganz Südosteuropa und nutzte das Material intensiv für seine eigenen Werke, so auch für die First Rhapsody.  

Für die Zweite Violinsonate des in Prag geborenen Erwin Schul­hoff standen sowohl Bartoks Kompositionen als auch der in den 20er Jahren immer einflussreicher werdende Jazz Pate.

 

„Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle.

Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere

die Haupt­themen zusammenklauben.“

Johannes Brahms über Antonin Dvorak