Mandelring Quartett

 

 

 

„In dreißig Jahren sind die Musiker des renommierten Mandelring Quartetts zusammen­gewachsen,

dass sie nahezu synchron Luft holen. Sie sprechen mit einer Stimme, fühlen mit einem einzigen weiten Herzen.“

Berliner Morgenpost

 

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Wer in diese vierteilige Box des renommierten Mandelring Quartetts mit Mendelssohns Kammer­musik für Streicher hineinhört, wird staunen über das reine Pathos etwa der Introduktion des Quar­tetts op. 13, über die kompositorische Ereignisdichte in den drei Quartetten op. 44. Er wird erschüttert werden von der ruhelosen Untröstlichkeit von op. 80, mit dem Mendelssohn auf den Tod der geliebten Schwester Fanny reagierte... So liegt eine fesselnde Mischung aus Herbheit und Virtuosität über dem ganzen Projekt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gewinn großer Wettbewerbe – München (ARD), Evian (Concours International de Quatuor à Cordes) und Reggio Emilia (Premio Paolo Borciani) – war der Einstieg in die internationale Karriere. Konzertreisen führen das Ensemble in europäische Musikzentren wie Amsterdam, Brüssel, London, Madrid, Paris und Wien. Die Metropolen New York, Washington, Los Angeles, Vancouver und Tokio finden sich ebenso im Konzertkalender wie regelmäßige Tourneen nach Mittel- und Südamerika, in den Nahen Osten und nach Asien. Das Quartett war zu Gast beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Oleg Kagan Musikfest, den Festivals in Montpellier, Lockenhaus und Kuhmo, dem Enescu-Festival Bukarest und bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche mit Preisen der Deutschen Schallplattenkritik und International Classical Award-Nominierungen ausgezeichnete CD-Aufnahmen zeigen die außergewöhnliche Qualität und das breite Repertoire des Quartetts. So wurden Produktionen mit Werken von Schubert und Schumann sowie die Gesamteinspielung der Streichquartette von Schostakowitsch als neue Referenzaufnahmen gewürdigt. Die Aufnahme der Streichquartette von Leoš Janáček erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Das HAMBACHERMusikFEST, 1997 vom Mandelring Quartett ins Leben gerufen, ist jedes Jahr ein Treff­punkt für Kammermusik­freun­de aus aller Welt. Seit 2010 gestaltet das Mandelring Quar­tett eigene Konzertreihen in der Berliner Philharmonie und in seiner Heimatstadt Neustadt an der Weinstraße. Das Mandelring Quartett führte mehrfach Zyklen mit allen 15 Schostakowitsch- Quartetten auf – unter anderem in Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Seit Beginn der Saison 2015/16 ist Andreas Willwohl Bratscher des Mandelring Quartetts; Roland Glassl setzt nach 16 Jahren intensiver und erfüllender Zusammenarbeit andere Schwer­punkte in seinem musikalischen Leben. Andreas Willwohl war 2001 – 2012 Solo­bratscher des Rundfunk-Sinfonie­orchesters Berlin und wurde 2011 als Professor an die Musikhochschule Nürnberg berufen. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbe­werbe wie des Concours International de Bordeaux.

 

Zum Mindener Programm

 

Weltbekannt und neu entdeckt

Kaum ein Streichquartett hat einen so hohen Bekanntheits-und Beliebtheitsgrad erreicht wie das „Amerikanische“ Streich­quar­tett op. 96 von Antonin Dvorak. Er verstand es meisterlich, die musikalischen Eindrücke seines Amerika-Aufenthaltes zu verarbeiten, die Weite der Prärie mit dem Puls der Weltstadt New York, die indianische Fünfton-Melodik mit slawischer Folklore zu verbinden.

Von den sechs Streichquartetten Bela Bartoks gehört vor allem das Streichquartett Nr. 3 zu den Meisterwerken dieser Gattung im 20. Jahrhundert, das besonders durch seine motivische Arbeit und seinen unerschöpflichen Einfallsreichtum Staunen erregt.

Leider viel zu selten erlebt man im Konzertsaal das spätromantische Klavierquintett Nr. 2 op. 26 des ungarischen Kosmopoliten Ernst von Dohnanyi, ein intensives und emotional hoch konzentriertes Werk, das schon die dunklen Wolken der Vorkriegszeit erahnen lässt.

György Kurtag gilt heute neben György Ligeti als der bedeutendste ungarische Komponist nach 1945. Seine Six moments musicaux aus dem Jahr 2005 verweisen auf die gleichnamigen Klavier­minia­turen von Franz Schubert, dessen Musik für Kurtag darüber entschied, „das die Musik etwas sehr Wichtiges in meinem Leben werden sollte.“

Das Mandelring Quartett gehört seit über 30 Jahren zu den herausragenden deutschen Streichquartetten, um so mehr freut es uns, zum Abschluss der Saison den Mindener Klassikfreunden ein so renommiertes und international erfolgreiches Ensemble präsentieren zu können!